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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterstützung bis zur Langzeittherapie?



meiley
05.10.2006, 15:17
Mein Mann ist Alkohol und Drogen (Hasch, evtl auch Kokain) süchtig und war schonmal für 7 Wochen in der Klinik, hat danach auch ambulante Therapie gemacht hat es aber nicht geschafft, trocken zu werden. Er trinkt nicht jeden Tag aber immer wieder. Jetzt hat er sich auf eigene Initiative entsprechend dem Rat des damaligen Therapeuten für eine Langzeittherapie entschieden und vom Arzt eine Einweisung geben lassen, aber der hatte wohl keine Ahnung und hat eine Klinik empfohlen, die gar keine Langzeittherapie macht. Jetzt hat man uns gesagt er muss erst zur Beratungsstelle, Antrag stellen, dann warten und wenn der Rentenversicherungsträger zustimmt kann er dann einen Platz suchen... sprich, es können noch MONATE vergehen. Diese Monate können aber in unserer Familie (wir haben auch ein kleines Kind) noch mehr kaputtmachen. Wir wollen versuchen, ein glückliches Familienleben zusammen aufzubauen wenn er trocken ist, aber im Moment macht die Sucht alles was man aufbaut immer wieder kaputt. Meine Frage ist: könnte er eventuell bei Euch bleiben, bis er die Langzeittherapie bewilligt bekommt und unterstützt ihr ihn auch bei den entsprechenden Behördengängen und beim Arbeitsamt? (Mein Mann kann nicht so gut deutsch darum kann er das nicht alleine)
Vielen Dank und liebe Grüße
Meiley

DonRon
05.10.2006, 17:56
Hallo Meiley,

tut mir leid, aber das geht bei uns nicht. Wenn wir jemanden aufnehmen, tun wir das ganz, das heißt wir melden ihn hier polizeilich an, beantragen Arbeitslosenhilfe und zeigen ihm, wie man nüchtern leben kann. Das dauert bei uns sicherlich ein bis zwei Jahre. Alles was kürzer ist, ist nach unserer Ansicht sehr riskant. Ein derartige Veränderung der Lebensumstände braucht einfach Zeit. Zeit ist mit der wichtigste Faktor. Man muss ja nicht nur seine Verhaltensweisen zum Alkohol verändern, sondern gegenüber allem Möglichen. Was man macht, wie man etwas macht und nicht zuletzt mit welcher Einstellung man die Dinge erledigt. Da muss man üben, üben, üben und das braucht eben Zeit.
Therapien mögen in manchen Fällen hilfreich sein, aber leider haben sie dort in den seltensten Fällen auch Zeit. Da geht es immer auch um die Kosten der Behandlung, die ja jemand übernehmen muss. Da bei uns niemand behandelt wird, gibt es auch keine Behandlungskosten. Dafür muss man selbst etwas tun. Guck dir mal unsere Homepage an. www.suchthilfe.org

Herzliche Grüße