Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst einer Mutter
Hallo
Möchte mich kurz vorstellen
ich habe meinen sohn vor einer woche nach hof fleckenbühl gebracht,
er ist freiwillig dorthin gegangen und ich hoffe für ihn und für uns das nun ein besseres leben beginnt.
leider habe ich täglich angst das er wieder vor meiner tür steht,ich weiss dann nicht mehr was ich machen soll ,ich kämpfe seit 12 jahren gegen die drogensucht meiner söhne an ,der älteste hat es gott sei dank geschafft ,der mittlere leider noch nicht .fleckenbühl ist meine letzte hoffnung,ich wünsche mir das er durchhält.mittlerweile bin ich durch meine co-abhängigkeit selbst nicht mehr der mensch der ich mal war,bin übernervös und depressiv geworden,mache mir
selbstvorwürfe schuld daran zu haben das mein sohn drogenabhängig geworden ist,ich habe wahrscheinlich als mutter total versagt.mein einzigster wunsch ist das mein sohn wieder gesund wird und wir wieder zueinander finden können.vielleicht hat ja jemand ähnliche erfahrungen gemacht und kann mir diese mitteilen.
Hallo Bonny,
herzlich willkommen im Forum. Mal sehen, vielleicht können wir dir etwas helfen. Falls dein Sohn wieder vor deiner Tür stehen sollte, lass ihn nicht rein, schick ihn zurück. Wichtig ist, das du konsequent bist. Du solltest ihm das Gefühl geben, das du ihm nur dabei hilfst, wenn er selbst etwas für sich tut.
Du musst nicht gegen die Drogensucht deiner Kinder kämpfen. Das kannst du auch nicht. Kämpfen ist immer problematisch, du musst deine Machtlosigkeit anerkennen. Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan, aber es ist der erste Schritt hin zu einer möglichen Veränderung der Situation.
Mit Sicherheit hast du nicht "total versagt", du hast Fehler gemacht, wie alle Menschen und du hast wahrscheinlich, wie die meisten Eltern, dein Bestes gegeben. Du trägst nicht die Verantwortung für das Schicksal deiner Kinder. Daran sind eine ganze Reihe von Menschen beteiligt, vor allem sie selbst. Das du dir wünschst, dass es ihnen gut geht ist verständlich und gut, aber du kannst sie lediglich dabei unterstützen. Die Hauptlast liegt bei ihnen selbst.
Wofür du allerdings verantwortlich bist ist, wie es dir selbst geht. Daran kannst du etwas ändern. Hast du es schon mal mit einer Selbsthilfegruppe versucht? Einem Elternkreis oder so?
Gruß
Hallo Bonny,
ich habe auch einen Sohn, der seit einigen Monaten in Fleckenbühl ist.
Deine Angst, er könnte wieder vor der Tür stehen, Deine Übernervosität kenne ich von mir selbst.
DonRon hat Dir wirklich gute Antworten gegeben.
Und ... nutze doch die Möglichkeit, Dich öfters nach Deinem Sohn zu erkundigen. Mir hilft das sehr !
Anfangs hab ich wöchentlich angerufen, nur um zu wissen, dass er noch dort ist.
Weisst Du, es gibt kaum Eltern, die alles "richtig" machen.
Wir alle versuchen, so gut wie wir nur können, unsere Kinder gross zu ziehen.
Aber wir sind auch "nur" Menschen mit Stärken aber eben auch "Schwächen".
Uns selbst dafür zu verurteilen.... ja ich hab immer wieder all die vielen Jahre Fragen an mich gestellt, mir Schuld gegebën oder dem Vater.
Das hilft unseren Kindern nicht und uns selbst auch nicht.
Die Situation ist so, wie sie jetzt ist.
Und... jetzt wo Dein Sohn in Fleckenbühl ist, hat er eine echte Chance. Nutzen muss er sie selbst.
Und.... da hat DonRon total recht, sei konsequent, falls er wirklich wieder vor der Türe stehen würde.
Nur, dahin muss er erst mal kommen können.
Und es gibt dort Menschen, die von sich selbst nur zu gut kennen, was so alles in einem abläuft. Er ist dort nicht allein !!!
Seit ca. 8 Jahren hatte ich gehofft, dass mein Sohn nach Fleckenbühl geht.
Hab Vertrauen, dass Dein Sohn jetzt seinen Weg zu sich selbst finden wird.
Selbsthilfegruppe ist gut, aber überleg mal, ob Du vielleicht auch einmal die Woche in eine (Hatha-) Yogagruppe gehst.
Das kann Dir helfen, Deine Nerven zu beruhigen und mehr für Dich zu tun.
Nutze diese Zeit jetzt wirklich für Dich !!!
Ich weiss von mir, dass die Gedanken anfangs trotzdem viel um den Sohn kreisen, aber je länger er dort ist, umso ruhiger kannst Du werden.
Liebe Grüsse
Libelle
danke danke danke
eure lieben zeilen tun mir sehr gut,man fühlt sich nicht so alleine gelassen.
mein sohn ist jetzt 2 wochen in hof fleckenbühl,die probezeit ist rum,werde noch ein paar tage warten und dann anrufen und mich erkundigen wie es ihm geht,ich habe aber auch schon gemerkt je mehr zeit vergeht und ich abstand bekomme ,desto besser geht es mir,deshalb finde ich die kontaktpause sehr sinnvoll für uns alle.
lg bonny
Genau, beruhige dich erst mal, dann siehst du schon etwas klarer. Ich hoffe nur dein Sohn lässt dir soviel Zeit. Deshalb mach dich bei Gelegenheit mit dem Gedanken vertraut, wie du reagierst, wenn er trotzdem wieder vor der Tür steht. Du solltest vorher wissen was du tust. Denn in der Situation bist du verloren und kannst nur emotional reagieren.
Gruß
habe gerade in fleckenbühl angerufen
ein zentnerschwerer stein ist mir vom herzen gefallen
mein junge hat sich entschieden da zu bleiben und es geht ihm gut
jetzt sehe ich auch wieder land
aber lieber don ron es ist richtig ,mein mann und ich werden uns gedanken darüber machen müssen für den fall das er nicht durchhält und er wieder vor der tür steht.danke dafür das es fleckenbühl gibt.
Hallo Bonny,
der Tipp einen Elternkreis auf zu suchen ist ganz wichtig für Dich und Deinen Mann. Kontakt mit anderen Eltern von Betroffenen kann Euch nur gut tun. Dort versteht man Euch, Eure Sorgen und Eure Selbstvorwürfe.
Ich als Betroffene habe meinen Eltern auch Jahre lang erfolgreich eingeredet, das Sie und zwar nur Sie an meiner Sucht Schuld sein. Sie haben es mir geglaubt. Vor lauter Schuldgefühlen hatten Sie natürlich nichts Besseres zu tun, als mir immer wieder zu "helfen". Toll, ich hatte Sie im Griff.
Ihr habt die ersten richtigen Schritte gemacht, Ihr habt Euren Sohn nach Fleckenbühl gefahren und ihm dadurch geholfen, einen selbstständigen Weg zu gehen. Jetzt helft Euch selbst.
Gruß Rodist
Hallo Bonny,
im Grunde ist alles Wichtige bereits gesagt. Libelle und DonRon haben sehr treffend ausgedrückt dass man das Beste gegeben hat auch wenn man viele Fehler machte.Dein Sohn jetzt lostzulassen und ihn seiner eigenen Verantwortung zu übergeben ist sicher ein schwerer Schritt, ganz besonders dann wenn man ein schlechtes Gewissen hat. Aber ich könnte mir vorstellen dass ihn genau dieses Verhalten von Dir auch stresst, da er es Dir ja auch recht machen will. Ihn sich selbst zu überlassen gibt ihm auch die Möglichkeit frei von familären Zwängen zu sein. Deswegen darfst Du ihn ja trotzdem lieben oder besser gesagt gerade weil Du ihn liebst lässt Du ihn für sich entscheiden. Ob Fleckenbühl oder nicht, wenn nicht ist es seine Entscheidung nicht Deine und er muss was anderes machen nicht Du!
danke
eure guten ratschläge ersetzen mir im moment mich an eine selbsthilfegruppe zu wenden ,ich müsste auch erst mal eine suchen,aber mich hier im forum mitteilen zu können ist schon sehr beruhigend und hilfreich.
aber ich werde mich nach einer elterngruppe umhören.zu erfahren das mein sohn in fleckenbühl bleiben will hat mir enorm geholfen und ich habe wieder
etwas hoffnung für die zukunft
liebe grüsse bonny
zu früh gefreut
er ist von hof fleckenbühl abgehauen,gestern abend und war heute morgen
wieder bei uns
mein mann hat ihn aber konsequent weggeschickt,ich habe ihn heute mittag am bahnhof bei uns stehen sehen als ich von der arbeit kam habe natürlich angehalten und ihn gefragt was den los sei ,er hat gesagt er würde es dort nicht mehr aushalten,man würde sich über ihn lustig machen wenn er mal was über sich erzählt,er könne nicht schlafen nur arbeiten müsse er usw.
ich habe ihm aber klar und deutlich gesagt das wir ihn nicht mehr aufnehmen werden und er jetzt selbst sehen muss wie er klarkommt.er ist jetzt obdachlos.
hoffentlich machen wir es richtig.die angst hat mich wieder in ihren klauen.
angst das dinge passieren an denen ich mir die schuld geben muss.schade ich hatte so viel hoffnung.
Meriadoc
26.05.2010, 18:01
zu früh gefreut er ist von hof fleckenbühl abgehauen,gestern abend und war heute morgen wieder bei uns... er hat gesagt er würde es dort nicht mehr aushalten,man würde sich über ihn lustig machen wenn er mal was über sich erzählt,er könne nicht schlafen nur arbeiten müsse er usw.....schade ich hatte so viel hoffnung.
Liebe Bonny, ich kann mir kaum vorstellen, dass sich andere Betroffene über Deinen Sohn lustig gemacht haben,aber dass man ohne Droge erst mal wochenlang nicht gut schlafen kann, das ist völlig normal und gehört nun mal zum nüchtern werden. Und es gibt immer noch ein Fünkchen Hoffnung, denn vielleicht geht er ja jetzt zurück zu den Fleckenbühlern, nachdem Ihr das einzig richtige getan und ihn seine Wege geschickt habt. :) Man probiert als Süchtiger erst mal aus, was so geht, um irgendwann mal zu erkennen, dass es nur ganz ohne und mit ganz viel Aua am Anfang funktionieren kann. Das kann allerdings dauern!
Also, Kopf hoch und weiter stark bleiben, das wünscht Dir Meriadoc ;)
Hallo Bonny,
das Euer Sohn jetzt nach kurzer Zeit wieder gegangen ist, ist kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Ihr habt das Richtige getan, in dem ihr ihn nicht ins Haus gelassen habt. Wenn er wieder kommt, bietet ihm an, ihn nach Fleckenbühl zurück zu bringen, dass ist die Einzigste Hilfe die ihr ihm jetzt geben solltet.
Das er jetzt eine Begründung sucht, warum er gehen mußte ist auch klar. Wer gibt schon gerne zu, es nicht geschafft zu haben. Aber, man kann ja zum Glück wieder kommen. Ich selber habe auch 3 Anläufe gebraucht und war beim Ersten mal auch fest davon überzeugt gehen zu müssen, weil mich alle ausgelacht haben. Tatsache war aber, ich wollte Drogen nehmen.
Heute bin ich einige Jahre nüchtern und froh, dass ich nochmals eine Chance bekommen und genutzt habe.
Ich wünsche Euch viel Glück, wenn Ihr wieder mit Eurem Sohn redet.
Wart Ihr schon erfolgreich auf der Suche nach einem Elternkreis? Das wäre wichtig für Euch.
Gruß Rodist
...
angst das dinge passieren an denen ich mir die schuld geben muss.schade ich hatte so viel hoffnung.
Auch wenn ich deine Ängste und Sorgen verstehen kann, musst du dir dafür keine Schuld zuweisen.
Es ist sein Leben und seine Entscheidungen, für die du nicht verantwortlich bist, sondern er selber.
Liebe Bonny,
auch mein Sohn ging nach einer Woche wieder. Da wir zu weit weg wohnen, versuchte er es mit Telefon, hoffte, dass wir ihn abholen.
Taten wir nicht !!!
Auch er hat Gründe genannt, möglichst schlimme, damit wir nur ja ein Einsehen haben.
Er ist wieder zurück gegangen und noch immer dort. Und er bleibt auch noch, vieles gefällt ihm dort inzwischen.
Ich kenne diese Angst, schuld sein zu können, daran dass der Sohn als Obdachloser irgendwo rum hängt. Sie hat uns Eltern viele Jahre lang geplagt und so bekam er immer, was er wollte.
Aber genau DAS hat ihm NICHT geholfen. Im Gegenteil, es wurde nur schlimmer.
Bleibt weiter so klar und nehmt ihn nicht mehr auf.
Nur so nutzt er vielleicht die Chance, sich FÜR Leben zu entscheiden und etwas für sich zu tun.
Liebe Grüsse
Libelle
Liebe Bonny und Libelle,
alle Achtung und Hut ab! Sicher habt ihr das einzig Richtige gemacht Eure Söhne nicht wieder aufzunehemen. Und sicher haben sie nur so ne Chance ins Leben zurück zu finden bzw. ihre eigene Verantworung zu übernehmen.
Trotzdem könnte ich mir vorstellen das dies sehr schwer war. Das auszuhalten das eigene Kind nicht mehr aufzunehmen und standhaft zu bleiben. Das ist ne enorme und gute Leistung.
danke für eure lieben worte
unser sohn hat zwar sein altes leben wieder aufgenommen,ist bei einem kumpel aufgenommen worden,aber ich habe ihm eine brücke gebaut und ihm gesagt das er nur dann vor unserer tür stehen darf wenn er bereit ist hilfe anzunehmen,ansonsten bleibt die tür zu.damit habe ich jetzt nicht mehr ein allzu schlechtes gewissen wenn er weiss das wir ihm nicht ganz und gar unsere hilfe verweigern.
lg bonny
Manfred W.ausM.
04.09.2010, 21:00
Die größte Hilfe, ist keine Hilfe! Auch wenn`s weh tut!
Powered by vBulletin™ Version 4.1.2 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.