Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angehörige und Freunde
mäuschen
12.12.2008, 18:22
Hallo
ich muss mich jetzt auch mal vorstellen.
Erstmal eine kleine Erklärung zu meinem "Nick"
Ich nenne mich "mäuschen" weil das eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. So nennt mich mein Sohn seit seinem 4. Lebensjahr.
Mein Sohn ist in Fleckenbühl und ich hoffe so sehr für ihn ,dass er durchhält.
Mir wurde gesagt es gäbe 4 Monate Kontaktpause .Jetzt habe ich hier aber gelesen es wären 6 Monate.
Wie soll man das denn durchhalten (auch als Angehöriger)? 6 Monate?
Ich sitze hier und bin nur noch am Weinen ,sobald ich an ihn denke.Wie wird es ihm dann wohl gehen?
Ich weiss ich hab eigentlich garnicht das Recht hier rumzujammern,denn wenn ich eine gute Mutter wäre hätte ich seine Sucht schon beizeiten erkannt und hätte mit ihm was tun können.
Es wäre hilfreich für mich von Euch ein paar Tips zu bekommen wie ich die 6 Monate durchstehe.
Vielen lieben Dank schon im Voraus mäuschen
Hallo, liebes Mäuschen !
Das kann ich Dir nur zu gut nachempfinden!
Einerseits ist die Kontaktpause von 6 Monaten ganz sicher sinnvoll und gerechtfertigt, da viele, die wirklich starke Probleme- egal mit welchen Süchten hatten, erst einmal diese Phase für sich allein benötigen, um zu sich zu kommen + um erst mal einen klaren Kopf zu kriegen.
Glaub mir, ich habe mich zwar sehr für ihn gefreut, dass er selbst zu dem Entschluß kam, etwas verändern zu wollen. Denn nur die eigene Einsicht, bringt einen bei diesem Vorhaben wirklich weiter.
Andererseits leide ich momentan auch noch sehr darunter, ihn nicht mal sprechen oder hören zu können- weiß aber gleichzeitig auch, dass das ganz sicher ohne Zweifel für ihn nicht gut wäre.
Ich hab mich besonders in den ersten Wochen damit ganz schwer getan, denke- und habe mittlerweile auch eingesehen, dass es ist wirklich eine gute Gelegenheit für uns beide ist- mal zu sich zu kommen, vieles aufzuarbeiten.
Jetzt haben wir beide erst mal die notwendige Zeit, uns über alles ganz in Ruhe, ohne Einflüsse von "draußen" (Familie, Freunde ect.) über uns und das Vergangene Gedanken zu machen und mit uns in Reine zu kommen.
Klar gibt es auch bei mir immer wieder Phasen, wo ich sehr melancholisch bin- aber manchmal befreit mich das weinen auch und dann denke ich daran, wie schön es erst sein wird, wenn wir uns wiedersehen und jeder etwas für sich tun konnte und wir (hoffentlich) noch mal ganz von vorne anfangen und alles Negative hinter uns lassen können.
Das glaub ich Dir, dass es für Dich als Mutter sehr schwer ist. Ich habe auch ein erwachsenes Kind, dass mir in anderen Bereichen schon sehr sehr viel Sorgen bereitet hat und hin- und wieder, gibt`s immer wieder mal was Neues.
Aber inzwischen habe ich auch gelernt, etwas mehr loszulassen, nicht mehr so extrem viel Verantwortung für das Kind zu übernehmen, denn manche Dinge kann man einfach nicht mehr beeinflussen und nur aus ihrer eigenen Erfahrung lernen sie und können stark werden.
Du schaffst das schon ! Denk immer daran, wie schön das Wiedersehen sein wird :D und wenn Dein Kind es schafft, durchzuhalten, wirst Du sicher sehr stolz sein können
Und was meinst Du, wie stolz Dein Kind sein wird, wenn er Dir gegenüber tritt und es in einer so tollen Gemeinschaft geschafft hat.
Kopf hoch !!
Ganz herzliche Grüße, Marlene
mäuschen
13.12.2008, 07:59
Hallo marlene
danke für Deine Antwort.
Ich werde da mal drüber nachdenken.
Liebe Grüsse mäuschen
Hallo mäuschen,
erstmal herzlich willkommen im Forum. Gut, dass Du es hier her geschafft hast.
Trotzdem bin ich etwas verwirrt, wie alt ist denn Dein Sohn heute? Doch wohl keine vier Jahre mehr; oder? Ich bin selbst Vater zweier Kinder und meine Tochter ist sicher nicht sehr gut beieinander, aber dass ich mir die Augen ausweinen würde, nur weil ich sie ein paar Monate nicht sehen kann, finde ich doch etwas übertrieben. Zumal er doch gut aufgehoben ist. Schlimm wäre, wenn Du ihn sehen könntest, denn das hieße, er hat wieder in den Sack gehauen. :(
Gruß
mäuschen
19.12.2008, 20:38
hallo Donron
danke erstmal für die begrüssung
ja mein sohn ist schon ein paar jährchen älter als 4 und trotzdem haben wir uns jedes wochenende gesehen und mir ist nichts aufgefallen entweder weil ich blind war oder weil ich absolut garkeine erfahrung mit drogen habe.
sein vater war alkoholiker was ich erst lange nach der trennung von ihm erfahren habe
ich habe ganz einfach angst, dass mein sohn nach den 6 monaten mit mir nichts mehr zu tun haben will ,grad weil ich nichts bemerkt habe
vom prinzip her hab ich doch als mutter total versagt und das hat ihm fast das leben gekostet
wenn ich wenigstens einmal in der woche anrufen und nach ihm fragen könnte(ich muss ja nicht mit ihm reden ),dass ich weiss dass es ihm gut geht.
aber mir wurde gesagt dass man sich bei mir meldet
vielleicht verstehst du es jetzt ein bisschen wenigstens
lg mäuschen
Dann will ich mich mal vorstellen:
Nach langer Drogensucht, kurzem Knast und Therapie bin ich, von Bayern weg, nach Hessen in eine große Lebensgemeinschaft gezogen.
Mit meiner Vergangenheit habe ich abgeschlossen und mein Drogenproblem im Griff, lebe seit vier Jahren abstinent.
Die letzten Jahre habe ich viel über mich gelernt und erfahren, diese Erfahrung will ich nutzen um Anderen zu helfen ein drogenfreies Leben zu führen.
Sprich, ich lebe und arbeite noch die nächsten Jahre in der Gemeinschaft.
Themen die mich interessieren:
Töpfern, das ist auch mein Job
Tee trinken und reden am liebsten über:
Biographie, die des gegenüber und die eigene
Anthroposophie, Esoterik, Ganzheitlichkeit, Das innere Selbstgespräch
Und dann rede ich natürlich auch viel Mist, der ein bisschen witzig sein soll, gern schwarz angehaucht und ironisch wirken darf.
So fürs Erste reicht das- denke ich.
mäuschen
20.12.2008, 16:40
ja dann sag ich mal hallo dieser
ich habe ganz einfach angst, dass mein sohn nach den 6 monaten mit mir nichts mehr zu tun haben will
Das finde ich - ehrlich gesagt - etwas übertrieben. So schnell wird man seine Familie nicht los, weder im Guten noch im Schlechten.
wenn ich wenigstens einmal in der woche anrufen und nach ihm fragen könnte(ich muss ja nicht mit ihm reden ),dass ich weiss dass es ihm gut geht. aber mir wurde gesagt dass man sich bei mir meldet
Meines Wissens kannst Du Dich (tel.) melden und Dich erkundigen wie es ihm geht. In Frankfurt ist Rolf Sterk und in Fleckenbühl Dagmar Feist zuständig.
Gruß
mäuschen
22.12.2008, 15:01
@DonRon
ich hab jetzt endlich einen anruf bekommen....rufe jetzt einmal die woche an und das beruhigt mich doch schon etwas auch wenn ich nicht mit ihm persönlich sprechen darf.....hauptsache ich weiss ihm gehts gut und er ist noch dort
das mit den 6 monaten musst du ganz zu ende lesen nicht einfach nur ein stück des satzes lesen(ist nicht bös gemeint)
lg mäuschen
@ mäuschen
Hat tatsächlich jemand von uns bei Dir angerufen? Das wird einige hier im Forum sicher wundern. Sowas gab es früher nicht. Ich bin wirklich beeindruckt. :eek:
...übrigens, Deinen Text (soviel war es ja nicht) hab ich schon ganz gelesen. :rolleyes:
Gruß
mäuschen
24.12.2008, 14:20
Hi DonRon
da siehste mal die zeiten ändern sich ;)
nee bei uns war das alles bissel kompliziert
ich versuche es mal so zu schreiben wie es mir durch den kopf geht
ich habe ganz einfach angst dass mein sohn in den 6 monaten erkennt was er doch eigentlich für eine schlechte mutter hat weil ich seine drogensucht nicht bemerkt habe und dann nichts mehr mit mir zu tun haben will denn auf soeine kann er gut und gern verzichten
so nun wünsch ich dir noch schöne feiertage
lg mäuschen
mäuschen
24.12.2008, 21:46
hi albert,ersteinmal danke und frohe festtage auch dir
danke für deine mutmachenden worte
es tut mir gut wenn mich jemand wenigstens ein bisschen verstehen kann
lg mäuschen
In Fleckenbühl lernt man zuerst sich selbst verantwortlich zu machen für sein tun und lassen. Schuldzuweisungen an andere werden hier schnell im Keim erstickt. Insofern dürfte Dein Sohn - sollte er hier etwas gelernt haben - Dich sicher nicht in die Verantwortung nehmen.
Gruß
mäuschen
26.12.2008, 01:49
Hi DonRon
dann hoffe ich mal dass es so sein wird
lg mäuschen
schnorcheltasse
31.12.2008, 00:41
hallo "mäuschen". Ich kann, als Mann, die Qualen einer Mutter nicht beurteilen. 6 Monate Kontaktpause sind eine lange Zeit. Ich kann aber aus eigener Erfahrung in Synanon sagen, das die 6 Monate Kontaktpause für mich eine große Hilfe waren. Es gab vorher viele, die es "gut" mit mir meinten und die nur "mein Bestes" wollten. Das hatte mir bis dahin aber nicht weitergeholfen. Die 6 Monate Kontaktpause haben mir geholfen zu erkennen, das ICH es "gut" mit mir meinen muss, um mein "Bestes" zu wollen und zu erreichen. Kontakte von Außen hätten mich in diesem Prozess nur behindert. Die Kontakte nach den 6 Monaten und nachdem ich "mich gefunden hatte" waren um so inniger. Ich hoffe deinem Sohn wird es ähnlich ergehen.
mäuschen
03.01.2009, 19:19
danke schnorcheltasse für deine aufmunternden worte
habe heute post von meinem sohn bekommen und habe mich riesig gefreut darüber was er mir geschrieben hat
lg mäuschen
Hallo mäuschen,
das freut mich richtig für Dich :D
Hallo Mäuschen,
durfte dir dein Sohn schon vor Ablauf der 6 Monate schreiben oder habe ich da einen falschen Eindruck. Mein Freund ist auch in Fl und wenn man anruft bekommt man so "schwammige" Antworten. Einerseits kann ich es ja verstehen, aber zu Hause sitzt man und zermatert sich das Hirn.
Habe eben lange und intensiv im Forum gestöbert und sehe jetzt etliche Sachen in einem anderen Licht. Na ja, wer lesen kann ist im Vorteil. Bis bald LG Matrix;)
.. Mein Freund ist auch in Fl und wenn man anruft bekommt man so "schwammige" Antworten. Einerseits kann ich es ja verstehen, aber zu Hause sitzt man und zermatert sich das Hirn.
Hallo Matrix,
wenn Du hier im Forum konkrete Fragen stellst, kriegst Du in der Regel auch umgehend konkrete Antworten. :p
Gruß
hallo Don, war echt nicht bös gemeint. Wenn man so gar nichts hört außer "er ist noch hier" oder es geht ihm gut" ist das erstmal unbefriedigend.
Eigentlich ist es aber alles was wirklich wichtig ist. Mein Lebensgefährte ist seit einiger Zeit in Frankfurt.
In knapp zwei Monaten ist die Kontaktpause zu Ende dann werde ich sehen ob er sich meldet.
LG Matrix
Hallo Matrix,
da muß ich Dir zustimmen; ich finde auch, es müßte etwas mehr an die Angehörigen gedacht werden.
Auch wenn es anfangs für alle auf Hof Fleckenbühl sicher hart ist, dennoch ist es in der Gemeinschaft im allgemeinen doch einfacher nach einer gewissen Zeit, diese lange Kontaktpause zu überstehen als für uns Angehörigen, die ja meißt allein zurück bleiben & dann für sich sehen müssen, wie sie mit der neuen Situation & allem, was sich aus der vorrübergehenden Trennung noch ergibt, zurecht kommen müssen.
Da ist ja oft nicht nur der Trennungsschmerz, für viele kommen ja auch noch ganz andere Probleme hinzu, an die man vorher gar nicht dachte. Und dann sitzt man zu dem Kummer, noch mit sich ganz allein + vielen anderen Sorgen da.
Liebe Grüße, Marlene
Moin moin Marlene und Matrix,
die Genesung des Süchtigen hat zunächst absolute Priorität. Dazu brauchte es bei mir die absolute Trennung meines gewohnten Umfeldes, in dem ich meine Sucht auslebte. Sowohl zu Frau, Familie als auch den Plätze in der Stadt, wo ich meinen Stoff kaufte, resp. nahm. Hätte ich das nicht gehabt, wäre ich vermutlich nicht mehr am Leben oder würde heute noch ballern.
Zum Lernen des angemessenen Verhaltens dem Süchtigen in der Rehab wo auch immer empfehle ich den Besuch einer Angehörigengruppe, wie z.B. AlAnon. Dort sind Betroffene und kennen sich mit der Materie aus. Solche Selbsthilfegruppen gibt es auch für die Kinder der Betroffenen.
Frohes neues Jahr und möge alles so passieren, wie es das Beste ist.
Herzlich
MaJa
die Genesung des Süchtigen
Waren die etwa krank, als sie kamen?:shock:
Hallo zusammen und auch euch allen ein gutes neues Jahr erstmal.
Ich möchte eben klarstellen, daß ich am Sinn und Zweck der Kontaktpause keine Zweifel hege. Ich bin dankbar für die Hilfe die mein Freund bekommt und diesmal auch länger als 1 Woche annimmt. Ich habe mir endlich den Ratschlag eines süchtigen Freundes zu Herzen genommen und meinen Freund vor die Tür gesetzt und jedes wie ihr sagt Hintertürchen zugemacht. Es ist unsagbar schwer einen Menschen den man liebt so zu behandeln, selbst wenn man weiß das alles andere nichts bringt. Ich will auch nach der Kontaktpause nicht mit wehenden Fahnen in Frankfurt einmaschieren. Er soll ganz allein und unbeeinflußt entscheiden wie es weitergehen soll für ihn. Es ist nur einfach unsagbar schwer für die Angehörigen mit der neuen Situation fertig zu werden, weil sich die Probleme ja nicht damit lösen, das er weg ist. Während der Süchtige für seine Probleme in der Gemeinschaft Ansprechpartner hat, sitzt der Angehörige ziehmlich allein damit da. Freunde haben kaum Verständnis da sie mit Sucht keine Erfahrung haben und eine SHG ist in der nährern Umgebung nicht vorhanden.
Ganz liebe Grüße Matrix
Waren die etwa krank, als sie kamen?:shock:
Moin moin Averell,
nach meinem Verständnis nicht. Es ist aber leichter diesen Terminus zu benutzen, um Leuten die mit der Materie nicht so vertraut sind etwas mitzuteilen.
Im weitesten Sinne handelt es sich für mich tatsächlich um Genesung, wenn ich in den Schritten arbeite und meine Persönlichkeit zum Positiven ändere, z.B. bestimmte miese Charaktereigenschaften, Jähzorn u.v.m.!
@Matrix: Es gibt auch seriöse Webseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen. M.
Herzlich
MaJa
Hallo Maja,
ich schließe mich dem zuletzt geschriebenen Beitrag von Matrix an, damit ist eigentlich auch schon alles gesagt, was ich gerne noch hinzu fügen wollte.
Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen; ich bin für meinen Freund & mich auch sehr froh und dankbar dass es diese Einrichtung gibt, auf die ich ihn selbst ja brachte- verstehe auch schon, daß die Pause sehr wichtig & sinnvoll für beide ist- ging nur darum, dass man einfach zu wenig an Infos erhält, wenn man anruft oder schreibt und fast überall auf Unverständnis stößt.
Danke Dir für den Hinweis von Selbsthilfegruppe.
Lieben Gruß, marlene
Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen; ich bin für meinen Freund & mich auch sehr froh und dankbar dass es diese Einrichtung gibt, auf die ich ihn selbst ja brachte- verstehe auch schon, daß die Pause sehr wichtig & sinnvoll für beide ist- ging nur darum, dass man einfach zu wenig an Infos erhält, wenn man anruft oder schreibt und fast überall auf Unverständnis stößt.
Marlene, die Priorität hat nunmal der Süchtige auf dem Hof. Eine umfassende Betreuung der Angehörigen ist weder Ziel noch leistbar, denke ich.
Ich würde jetzt auch nicht auf Teufel komm raus versuchen alle möglichen Infos zu sammeln (sieht man ja imanderen Thread, was dabei rauskommt :D ). Wichtig wäre für mich als Angehöriger erstmal, dass derjenige, um den ich mich sorge, noch da ist. Ist er das, ist alles in Butter. Glaub mir, wenn er weg ist, hast du mehr Probleme und Sorgen.:D
talktalk
12.01.2009, 21:33
.....dass derjenige, um den ich mich sorge, noch da ist. Ist er das, ist alles in Butter. Glaub mir, wenn er weg ist, hast du mehr Probleme und Sorgen.:D
Das ist eine unverrückbare Tatsache.
Vielen lieben Dank, Averell!
ja das ist schon richtig, kann ich schon verstehen, bei der Vielzahl von Angehörigen, da bin ich ja sicher keine Ausnahme- & wahrscheinlich würden bei Euch dann die Telefone heiß laufen.
Stimmt schon, das ist auch richtig, ich bin natürlich froh für ihn und stolz, das er`s so durchzieht. Würde er nicht mehr an sich arbeiten auf Hof Flekenbühl, würde uns das sicher auch kein Stück weiter bringen
Dankeschön für Eure Antworten & die Zeit die Ihr Euch immer nehmt.
Gute Nacht und liebe Grüße aus Maintal!!
hallo zusammen,
ich habe das an anderer stelle schonmal gesagt, zu meiner zeit in synanon, also anfang der 80er, hat man sich um die "angehörigen" echt keinen kopf gemacht, um es mal nett aus zu drücken. ohne jetzt jemandem persönlich zu nahe zu treten, also ganz allgemein, kommt es durchaus vor, dass die "angehörigen" teil des problems sind bzw. das loskommen des süchtigen von seiner droge erschweren. der "angehörige" ist bestandteil des umfeldes des süchtigen gewesen, unabängig davon, wie sehr der einzelne jeweils versucht haben mag, dem süchtigen zu helfen. ich habe persönlich mal erlebt, wie die ehefrau eines synanisten nach der kontaktsperre beim ersten treffen schon angefangen hat, auf ihn druck aus zu üben, endlich nach hause zu kommen. er war weiss gott noch nicht soweit, ist aber letztlich eingeknickt und ein paar tage später gegangen. keine ahnung, was aus ihm geworden ist. also, liebe "angehörige", es gibt auch solche extremen fälle. habt geduld und tut in der zwischenzeit was für euch selbst. viel mehr gibt es aus meiner sicht dazu nicht zu sagen. wie schon oft erwähnt, gibt es für "angehörige" ebenso hilfsangebote, die sie auch nutzen sollten.
Therapiekong
15.01.2009, 18:03
helle, dem ist nichts hinzuzufügen. Die Hätscheltour ist in jeder Hinsicht schlimm :-x
helle, dem ist nichts hinzuzufügen. Die Hätscheltour ist in jeder Hinsicht schlimm :-x
...die Hätscheltour,...!!! :):):)
talktalk
16.01.2009, 13:54
...die Hätscheltour,...!!! :)
Ich glaube je dicker die Tinke war umso widerspenstiger der User später beim Ausstieg. Oder ist das nur ein plattes Vorurteil? :oops: :oops:
Die Hätscheltour ist in jeder Hinsicht schlimm :-x
Hallo Therapiekong,
also ohne es bös zu meinen; aber die "Hätscheltour" finde ich nicht angebracht, wahrscheinlich kannst Du Dich da genauso wenig hinein versetzen, wie normale "Nicht-Süchtige" sich kaum annähernd in die Problematik eines Süchtigen hinein versetzen können.
Es ging bei allem ja nicht nur um den Trennungsschmerz, die Angst den Angehörigen/Partner an Fleckenbühl zu verlieren, sondern auch um extentielle Ängste und Probleme, die durch die Trennung aufkommen.
Verstehen kann ich schon, daß man in Fleckenbühl nicht auch noch auf die Angehörigen eingehen kann- aber man muß das hier auch nicht ins Lächerliche ziehn.
Gruß, marlene
...Es ging bei allem ja nicht nur um den Trennungsschmerz, die Angst den Angehörigen/Partner an Fleckenbühl zu verlieren, sondern auch um extentielle Ängste und Probleme, die durch die Trennung aufkommen.
Hallo marlene,
es geht nicht darum es lächerlich zu machen, so ist das wohl auch nicht gemeint gewesen. Aber Dein Beitrag macht schon deutlich, wo vielleicht das Problem liegt. Für den Süchtigen ist es schon nicht leicht seine Gewohnheiten zu lassen, aber er merkt natürlich am deutlichsten, dass es so nicht mehr weitergeht. Die Angehörigen oder Partner merken oft nicht in wie weit sie zu dem Problem beitragen. Weil es ist ja immer der Süchtige, der ein Problem hat. Leider ist das oft ein Irrtum. Um aus diesem Karussell herauszukommen reicht es dann nicht, dass sich nur der Süchtige ändert, auch seine Angehörigen, Partner usw. müssen neue Wege finden. Zuerst mal nur für sich selbst, das ist schon schwer genug, dann aber auch im Umgang mit dem Süchtigen. Das wichtigste dabei ist nun aber mal die Zeit. Neue Verhaltensweisen erlernt man nicht von einem auf den anderen Tag, sondern die müssen langsam ausprobiert werden. Sozusagen erst mal im Trockenkurs, bevor es dann ernst wird. Also wie gesagt, hab Geduld mit Dir und Deinem Freund.
Gruß
Marlene, deine Situation ist verständlich und nachvollziehbar. Du kannst deinen Freund aber niemals an Fleckenbühl verlieren. Es kann aber sein, dass sich vieles ändert. Wenn alles gut läuft, werdet ihr sicher nicht da weitermachen, wo ihr aufgehört habt.
hallo marlene,
ich finde, im grossen und ganzen schlägt dir hier im forum doch sehr viel hilfsbereitschaft entgegen. den einen oder anderen beitrag der (vielleicht) weniger herzlichen art musst du einfach mal weg stecken können.
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