marlene
12.01.2009, 16:00
Liebe Fleckenbühler und Forums-Mitglieder,
vorab möchte ich sagen, ich hab gestern Nacht, diesen Beitrag in einem anderen Forum gefunden & weiß nicht, ob man das jetzt darf, diesen hier reinstellen ???
Wüßte aber gerne, wie Ihr über diesen Beitrag denkt und was Ihr dazu sagt;
Fleckenbühl Frankfurt ein Erfahrungsbericht
05.10.08 02:33 Bewerten
an Moderation
Hy,
Ich war in Fleckenbühl Frankfurt und ich bin sehr froh das ich wieder draussen bin.
Und ich kann nur dazu sagen: Vielleicht keine Sekte, aber Sekten ähnliche Züge!
Ein paar Erfahrungen die ich gemacht habe in den 17 Stunden wo ich da war.
Alles fängt damit an, das du deine Sachen abgenommen bekommst.
Du bekommst die Regeln gesagt.....
Keine Drogen oder Alkohol - Keine Gewalt oder deren Androhung - Keine Zigaretten
Dann wirst du gefilzt (von 3 Leuten) und gehst duschen (natürlich nicht alleine).
Dann geht es weiter das du erst mal bis zum Aufnahmegespräch im Aufnahmebüro sitzt und eig. sich keiner mit dir unterhalten darf, weil du dich mit dir selbst beschäftigen sollst und über dein Leben nachdenken sollst. Während dieser Zeit bist du nie alleine und darfst nicht mal alleine aufs Klo gehn. Ich hatte aber Glück und konnte mich mit einigen betroffenen Unterhalten.
Das habe ich erfahren von den betroffenen:
Sämtliches Bargeld was du bei dir hast, wird in die Gemeinschaftskasse eingezahlt.
Deine sämtlichen Verträge werden aufgelöst! Handy, Gas, Strom, Wasser, Wohnung (mit Möbeln) und genauso Konto und Sparbücher. Du musst zwar zu allem deine Unterschrift setzen, aber in dem Zustand wie da manche ankommen, ist das eig. nicht rechtlich, weil die Leute auf kalten Entzug sind und geistlich nicht auf voller höhe.
Sämltiche Erlöse aus den Auflösungen (Konto, Sparbücher genauso Hausverkäufe oder was man sonst so halt besitzt) wandert in die Gemeinschaftskasse. Es wird Harzt 4 für dich beantragt, welches komplett in die Gemeinschaftskasse wandert.
Du kannst dort Arbeiten bzw. eine Ausbildung anfangen. Der komplette Erlös davon wandert wohin? Genau in die Gemeinschaftskasse. Man bekommt 30€ Taschengeld monatlich.
Man hat 6 Monate Kontaktsperre (Extern/Intern)
Extern = Alle außerhalb von Synanon/Fleckenbühl
Intern = keine sexuelle Kontakte zum anderen Geschlecht. Keine Gespräche mit dem anderen Geschlecht ohne eine
Aufsichtsperson. Keinerlei 2 deutigen Andeutungen das man sich treffen will oder sonst was.
Kein Tagebuch! Man bespricht sein Probleme mit der Gruppe!
Keine Bewusstseins-Verändernde Mittel dazu gehören auch Schmerzmittel. Wenn man (egal wie lange man dort war) Schmerzmittel aus egal welchem Grund benötigt. Verliert man dort alles an Rechten was man sich in dieser Zeit erarbeitet hat und fängt wieder bei Null an. Das heißt: So als wäre man grade erst angekommen.
Was ich dann erfahre habe, war für mich mit das schlimmste!!!
Auf der Homepage wird angepriesen [[http://www.suchthilfe.org/suchthilfe/selbsthilfe/aufnahme.php www.suchthilfe.org/suchthilfe/selbsthilfe/aufnahme.php]]
Entzug?
Kalter Entzug im Haus - wir helfen. Ja sie helfen einem auch dabei.
Dafür gibt es die sog. Zittercouch (mittem im Wohnzimmer). Die Hilfe sieht so aus, das man dort auf der Couch liegt und man den Kopf gekrault bekommt und einen heißen Tee dazu bekommt. Das ein Entzug auch tödlich enden kann, wird dort fast ignoriert. Wie das aussieht wollte ich mir dann gar nicht mehr vorstellen. Wenn es zu schlimm wird, wird man in die 300 meter entfernte Psychatrie Frankfurt eingeliefert.
Dann endlich hatte ich mein Aufnahmegespräch
Dort wurde ich aufgeklärt über alles posetive was diese Einrichtung doch bietet. Das oben genannte wurde nicht mal angedeutet. Dann hat man 2 Wochen Probezeit und kann sich das ganze erst einmal ansehen. Und dann entscheiden ob man bleiben will oder nicht. Man kann jeder Zeit gehn! Das will ich auch nicht bestreiten! Das ist das einzige was es vielleicht nicht zur Sekte macht.
Aber was ist das für ein Leben wenn man aus einer Gemeinschaft kommt wo sich um alles gekümmert wurde, nur nicht um das Leben drausen. Man kommt also da raus und hat NIX!!!! Und Hilfe um sein Leben auserhalb der Gemeinschaft vorzubereiten gibt es nicht.
Und jetzt erst mal zu den posetiven Aspekten
Gute Verpflegung (das Essen war echt super)
Gute Hilfe bei Süchtigen mit Schulden
Eine super Einrichtung für Leute die mit ihrem alten Leben wirklich abschließen wollen. Und das meine ich ernst. Ihr fangt dort ein komplett neues Leben an in und mit der Gemeinschaft. Man wird so zu sagen neu geboren.
Mein Fazit:
Eine super Einrichtung für Menschen die mit ihrem alten Leben brechen wollen.
Eine "Sekte" für Leute die nur Hilfe suchen um mit ihrem Suchtproblem klar zu kommen.
Man muss sich halt im klaren sein, das man dort ein neues Leben in der Gemeinschaft beginnt und dort dann auch erst mal leben soll.
Von daher... das war mein Erfahrungsbericht und ich bin heilfroh das ich in meiner Verzweiflung und Entzug noch so klar denken konnte das ich sagte: Ich will hier raus!
kugelschreiber86
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Herzliche Grüße, marlene
vorab möchte ich sagen, ich hab gestern Nacht, diesen Beitrag in einem anderen Forum gefunden & weiß nicht, ob man das jetzt darf, diesen hier reinstellen ???
Wüßte aber gerne, wie Ihr über diesen Beitrag denkt und was Ihr dazu sagt;
Fleckenbühl Frankfurt ein Erfahrungsbericht
05.10.08 02:33 Bewerten
an Moderation
Hy,
Ich war in Fleckenbühl Frankfurt und ich bin sehr froh das ich wieder draussen bin.
Und ich kann nur dazu sagen: Vielleicht keine Sekte, aber Sekten ähnliche Züge!
Ein paar Erfahrungen die ich gemacht habe in den 17 Stunden wo ich da war.
Alles fängt damit an, das du deine Sachen abgenommen bekommst.
Du bekommst die Regeln gesagt.....
Keine Drogen oder Alkohol - Keine Gewalt oder deren Androhung - Keine Zigaretten
Dann wirst du gefilzt (von 3 Leuten) und gehst duschen (natürlich nicht alleine).
Dann geht es weiter das du erst mal bis zum Aufnahmegespräch im Aufnahmebüro sitzt und eig. sich keiner mit dir unterhalten darf, weil du dich mit dir selbst beschäftigen sollst und über dein Leben nachdenken sollst. Während dieser Zeit bist du nie alleine und darfst nicht mal alleine aufs Klo gehn. Ich hatte aber Glück und konnte mich mit einigen betroffenen Unterhalten.
Das habe ich erfahren von den betroffenen:
Sämtliches Bargeld was du bei dir hast, wird in die Gemeinschaftskasse eingezahlt.
Deine sämtlichen Verträge werden aufgelöst! Handy, Gas, Strom, Wasser, Wohnung (mit Möbeln) und genauso Konto und Sparbücher. Du musst zwar zu allem deine Unterschrift setzen, aber in dem Zustand wie da manche ankommen, ist das eig. nicht rechtlich, weil die Leute auf kalten Entzug sind und geistlich nicht auf voller höhe.
Sämltiche Erlöse aus den Auflösungen (Konto, Sparbücher genauso Hausverkäufe oder was man sonst so halt besitzt) wandert in die Gemeinschaftskasse. Es wird Harzt 4 für dich beantragt, welches komplett in die Gemeinschaftskasse wandert.
Du kannst dort Arbeiten bzw. eine Ausbildung anfangen. Der komplette Erlös davon wandert wohin? Genau in die Gemeinschaftskasse. Man bekommt 30€ Taschengeld monatlich.
Man hat 6 Monate Kontaktsperre (Extern/Intern)
Extern = Alle außerhalb von Synanon/Fleckenbühl
Intern = keine sexuelle Kontakte zum anderen Geschlecht. Keine Gespräche mit dem anderen Geschlecht ohne eine
Aufsichtsperson. Keinerlei 2 deutigen Andeutungen das man sich treffen will oder sonst was.
Kein Tagebuch! Man bespricht sein Probleme mit der Gruppe!
Keine Bewusstseins-Verändernde Mittel dazu gehören auch Schmerzmittel. Wenn man (egal wie lange man dort war) Schmerzmittel aus egal welchem Grund benötigt. Verliert man dort alles an Rechten was man sich in dieser Zeit erarbeitet hat und fängt wieder bei Null an. Das heißt: So als wäre man grade erst angekommen.
Was ich dann erfahre habe, war für mich mit das schlimmste!!!
Auf der Homepage wird angepriesen [[http://www.suchthilfe.org/suchthilfe/selbsthilfe/aufnahme.php www.suchthilfe.org/suchthilfe/selbsthilfe/aufnahme.php]]
Entzug?
Kalter Entzug im Haus - wir helfen. Ja sie helfen einem auch dabei.
Dafür gibt es die sog. Zittercouch (mittem im Wohnzimmer). Die Hilfe sieht so aus, das man dort auf der Couch liegt und man den Kopf gekrault bekommt und einen heißen Tee dazu bekommt. Das ein Entzug auch tödlich enden kann, wird dort fast ignoriert. Wie das aussieht wollte ich mir dann gar nicht mehr vorstellen. Wenn es zu schlimm wird, wird man in die 300 meter entfernte Psychatrie Frankfurt eingeliefert.
Dann endlich hatte ich mein Aufnahmegespräch
Dort wurde ich aufgeklärt über alles posetive was diese Einrichtung doch bietet. Das oben genannte wurde nicht mal angedeutet. Dann hat man 2 Wochen Probezeit und kann sich das ganze erst einmal ansehen. Und dann entscheiden ob man bleiben will oder nicht. Man kann jeder Zeit gehn! Das will ich auch nicht bestreiten! Das ist das einzige was es vielleicht nicht zur Sekte macht.
Aber was ist das für ein Leben wenn man aus einer Gemeinschaft kommt wo sich um alles gekümmert wurde, nur nicht um das Leben drausen. Man kommt also da raus und hat NIX!!!! Und Hilfe um sein Leben auserhalb der Gemeinschaft vorzubereiten gibt es nicht.
Und jetzt erst mal zu den posetiven Aspekten
Gute Verpflegung (das Essen war echt super)
Gute Hilfe bei Süchtigen mit Schulden
Eine super Einrichtung für Leute die mit ihrem alten Leben wirklich abschließen wollen. Und das meine ich ernst. Ihr fangt dort ein komplett neues Leben an in und mit der Gemeinschaft. Man wird so zu sagen neu geboren.
Mein Fazit:
Eine super Einrichtung für Menschen die mit ihrem alten Leben brechen wollen.
Eine "Sekte" für Leute die nur Hilfe suchen um mit ihrem Suchtproblem klar zu kommen.
Man muss sich halt im klaren sein, das man dort ein neues Leben in der Gemeinschaft beginnt und dort dann auch erst mal leben soll.
Von daher... das war mein Erfahrungsbericht und ich bin heilfroh das ich in meiner Verzweiflung und Entzug noch so klar denken konnte das ich sagte: Ich will hier raus!
kugelschreiber86
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Herzliche Grüße, marlene