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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Clean nach Rückfall?



Benjamin
10.06.2007, 01:35
Moin,

habe mal eine Frage. Wie viele gibt es hier die, sagen wir mal nach einer Therapie o.ä., rückfällig geworden sind und es dann dennoch geschafft haben wieder in die "Spur" zu kommen und abstinent zu Leben.

Mittlerweile habe ich einige Bekannte die es geschafft haben ohne nochmals in Therapie zu gehen. Und hier...?

Averell
10.06.2007, 02:31
Ich war nie in einer Therapie. Nur bei Synanon. Bin da raus praktisch mit einenm Rückfall. Heute glaube ich, der Rückfall war praktisch meine Art auszuziehen :D
Zwei Krankenhausaufenthalte, einer davon mit "therapeutischer Grundversorgung" haben dann ausgereicht, mir als Übergang eine betreute Wohngruppe (die war ungefähr so betreut, wie es im Mediamarkt jemanden gibt, der Ahnung hat:D ) zu suchen für etwa zwei Monate und ab September (Rückfall war im Mai) allein nüchtern zu leben bis zum heutigen Tage. Das sind jetzt etwa 13 Jahre.

helle
10.06.2007, 04:39
hallo benjamin,

wie averell, habe ich auch keine der herkömmlichen therapien gemacht, obwohl mich meine damalige drogenberaterin eigentlich in einer therapie für jüngere süchtige unterbringen wollte. ich war nämlich erst 22 und synanon galt damals, 1980, sozusagen als "letzte instanz für mehrfach gescheiterte alt-süchtige". da ich nicht auf irgend einer warteliste landen wollte, kam dann nur synanon in berlin in frage. ich war dort zwei mal und lebe seitdem nüchtern. unabhängig davon, ob man in einer therapie, einer selbsthilfegruppe oder ohne derartige hilfe nüchtern wird, wird es sicher nur eine verschwindend geringe minderheit sein, die es im ersten anlauf schafft, von der sucht los zu kommen. wie die droge selbst, gehört nach meinem verständnis auch der rückfall zur sucht.

Albert Britz
10.06.2007, 08:54
Hallo Benjamin,

ich selbst habe drei Versuche gestartet, ehe ich meine Nüchternheit gefunden hatte. Bevor ich auf den Hof Fleckenbühl kam, hatte ich bereits zwei herhömmliche Therapien hinter mir. Hat leider nicht funktioniert. Erst durch den Hof Fleckenbühl (1992-1998) habe ich die Kurve gekriegt und bis heute auch meine nüchterne Richtung beibehalten und das sind immerhin schon 15 Jahre her.

Gruß,
Albert

MaJa
10.06.2007, 09:28
Moin moin Benjamin,

habe in meiner Suchtkarriere alles durch: 3x Synanon, 3x Therapien, ungezählte Krankenhausaufenthalte zur Entgiftung, Elrond, diverse "Therapeutische WGs", und ebenso ungezählte Selbstentzüge.

Ebenso vielfältig waren die Arten der Drogen.

Seit dem 11-11-2000 lebe ich nüchtern.:D

Mein damaliges Motto: Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.

Wie sagen die AA/NAs: Komm wieder, es funktioniert!


Herzlich
MaJa

Averell
10.06.2007, 23:08
Nach meinem Weggang und dem praktisch sofortigen Rückfall - das habe ich ja sicherheitshalber direkt kombiniert - folgte bei mir der Absturz binnnen Stunden (jedenfalls bis zur ersten Kurzvisite auf einer Intensivstation), ok, ich habs auf ein paar Wochen ausdehnen können, aber dafür hab ich auch dann Tiere gesehen, wo keine waren. Eine Nacht in Schmerwitz (habe ich ja fast vergessen) hat in mir dann die Schlussfolgerung reifen lassen, dass es nicht viele Möglichkeiten gibt. Da ich mir Synanon kein zweites Mal antuen wollte - nicht, dass wir uns falsch verstehen, der erste Versuch hat mir sehr viel gebracht - blieb nur, bis zum bitteren Ende Weitermachen oder allein aufhören. Ich denke, ohne die zweieinhalb Jahre Synanon wär es nicht gegangen, aber mit dem Wissen im Hinterkopf, ging es eben doch. Insofern hat der Druck des Wissens, wie beschissen hart die ersten Monate bei Synanon sind - und das meine ich nichtmal negativ - gereicht, um mich nachhaltig nüchtern zu halten, mit einer gewissen Anschubhilfe jedenfalls. Wenn ich die Therapie-Touristen und den Drehtür-Effekt in vielen Entgiftungen sehe, kann ich nicht daran zweifeln, dass, hätte ich damals diese Option in Erwägung gezogen, nicht viel draus geworden wär aus der Nüchternheit auf eigene Faust. Irgendwie hätte ich wohl immer dran gedacht, wie weich man da doch fallen kann. Ich hatte aber - zum Glück - die harte Schule Synanon im Kopf. Offenbar haben die Jahre dort etwas nachhaltig in meinem Verhalten verändert. Dafür bin ich noch heute dankbar.

MaJa
11.06.2007, 07:54
...die harte Schule Synanon im Kopf. Offenbar haben die Jahre dort etwas nachhaltig in meinem Verhalten verändert. Dafür bin ich noch heute dankbar.

Moin moin,

hatte ich vergessen in meinem Post. Mir ging es ebenso wie Averell und letztlich bin ich mit Hilfe von AA/NA und diesem Forum sowie diversen AA Kontakten in den USA clean geblieben.

Ganz wichtig: cleanes Umfeld zuhause und in der ganzen Familie, d.h. wenn ich dabei bin, gibt es meist auch für die anderen keinen Alkohol; obwohl ich darauf nicht unbedingt bestehe.
Für mich riecht das Zeug aber genau wie Tabakqualm einfach nur penetrant unangenehm.

Herzlich
MaJa

Benjamin
12.06.2007, 03:49
Hört sich gut an.
Ich brauche im Moment Unterstützung. Vielleicht kennen mich ja einige noch, hatte vor meiner letzten Therapie einige Post's hier gemacht und war sehr unsicher und unendschlossen.
Mittlerweile blicke ich ja auch auf über 2 Jahrzehnte Sucht Geschichte zurück. Immer wieder mal ein paar Jahre clean dann erneut ein Absturz.
Habe vor 1 1/2 Jahren ein Projekt mit angefangen im sch(n)önen Sauerland. Leider sind alle die mitwirkten wieder drauf. Ich bin so zu sagen der letzte Mohikaner. Das ist frustrierend. Mir fehlt die Kraft weiter zu machen und so habe ich mich entschieden hier wieder weg zu ziehen.
Mein Partner (seit 7 Jahre, nicht süchtig) ist schon vor 2 Monaten zurück in die Heimat. Ich habe hier noch ein Arbeitsvertrag bis Ende Oktober und komme dann nach.

Nun, ich habe ein wenig (viel?) Angst das ich vorher noch "Umfalle" und dann nicht wieder aufstehe. Bin zwar bisher immer wieder aufgestanden, allerdings erst nachdem ich mal wieder fast ganz am Boden lag und Therapie gemacht habe. Das möchte ich doch nun vermeiden.
Darum bemühe ich mich nach "Kontaktmöglichkeiten". Die nächste NA ist 110 km von hier entfernt und das gestaltet sich momentan schwierig.
Bin Müde (generell) und kann nicht mehr wirklich klar denken. Darum sagen ich gute Nacht und bis bald.

P.s.: Eure Post's ermutigen. :)

Jürgen
12.06.2007, 11:57
Hallo,

ich hoffe mal Du legst Dir jetzt nicht deinen nächsten Rückfall zurecht, weil die Antworten ja erstmal vermitteln könnten, das klappt schon.
Es kann auch mal ein Rückfall zuviel sein. Und ich meine nicht nur eine Überdosis die zum Tode führt, sondern auch so nette Krankheiten die man sich holen kann (HIV, Hepathitis C).

Zu meinem Rückfall vor 15 Jahren: das war so ziemlich das übelste was mir passiert ist. Seelisch wie körperlich. Sofort auf die Absturzstrasse ohne über Los zu gehen. Ich hab nach 3 Jahren Sy. 3 Monate gespritzt und es war nur scheisse. Ich hab mir damals ein paar Gründe zurecht gelegt, wollte aber eigentlich nur nochmal Drogen nehmen. Die ersten 2 Tage waren auch ok, aber dann ging es rasant nach unten. Hab den Respekt vor mir selber verloren, weil ich mich als totaler Verlierer gefühlt habe. Sy. habe ich danach, trotz 2 kurzer Versuche, nicht mehr hinbekommen. Ich bin dann in eine Selbsthilfe nach Norddeutschland gegangen. Seitdem habe ich nie wieder etwas angefaßt, allein weil ich das nicht nochmal erleben möchte.

"Es gibt nur einen Grund Drogen zu nehmen, weil man Drogen nehmen will!"

Dieser alte Sy. Spruch ist wahr, das habe ich aber schmerzlich erst lernen müssen nach meinem Rückfall. So gesehen hatte bei mir der Rückfall etwas gutes.
Wenn Du es da wo Du jetzt bist nicht mehr aushälst, dann pfeif auf den Job und verschwinde da. Ist zwar nicht einfach in der heutigen Zeit etwas neues zu finden, aber immer noch besser als abzustürzen.

Alles Gute

Jürgen

Averell
12.06.2007, 13:16
Hallo,

ich hoffe mal Du legst Dir jetzt nicht deinen nächsten Rückfall zurecht, weil die Antworten ja erstmal vermitteln könnten, das klappt schon.

Das ging mir vorhin auch durch den Kopf. Es wäre natürlich fatal.

Generell sollte man sich in einer Krisensituation Hilfe suchen. Mein Empfinden war nur, dass eine Rückkehr an den Ort des Scheiterns wenig hilfreich ist, wenn man nochmal den Anlauf zur Nüchternheit nimmt. Allerdings...bevor man sich ganz wegmacht, lieber zurück zu Synanon oder so. Es ist ein lebensrettender Vorteil, wenn man ohne Wenn und Aber sofort aufgenommen wird.

helle
12.06.2007, 15:19
...Nun, ich habe ein wenig (viel?) Angst...
hallo benjamin,

was soll das denn heissen? was soll denn das fragezeichen hinter dem wort "viel"? also sowas macht mich echt fuchtig. was soll diese psycho-kacke?

abgesehen davon, ich weiss wirklich nicht, was ich jemandem wie dir sagen soll. du bist, nach deinen eigenen angaben grob geschätzt, wohl so ca. 40jahre alt, seit ca. 20 jahren süchtig, immer wieder mal ein paar jahre , aktuell seit ca. 18 monaten clean. ich bin der ansicht, dass 18 monate clean als grundlage ausrechend sein sollten, wenn derjenige wirklich clean bleiben will. du klingst aber eher wie jemand, der sich gerade mental auf den schuss vorbereitet. meine vorredner sehen das auch so, wie es scheint. tja, an mir soll es trotzdem nicht scheitern. ich kann dir sagen, es lohnt sich, die arschbacken zusammen zu kneifen, die momentanen widrigkeiten als ganz normalen bestandteil deiner existenz anzunehmen und gestärkt daraus hervor zu gehen. aber, sorry, bei altfixern wie dir seh ich eher schwarz. die sind nach meiner erfahrung recht beratungsresistent. auf der einen seite jammern, auf der anderen seite nichts annehmen, eigentlich doch alles besser wissen und aus den eigenen fehlern nichts lernen. du ganz alleine entscheidest, ob du zu denen gehören willst.

Benjamin
15.06.2007, 08:35
aber, sorry, bei altfixern wie dir seh ich eher schwarz. die sind nach meiner erfahrung recht beratungsresistent. auf der einen seite jammern, auf der anderen seite nichts annehmen, eigentlich doch alles besser wissen und aus den eigenen fehlern nichts lernen.
Schublade auf, rein damit und Schublade zu.


Wenn Du es da wo Du jetzt bist nicht mehr aushälst, dann pfeif auf den Job und verschwinde da. Ist zwar nicht einfach in der heutigen Zeit etwas neues zu finden, aber immer noch besser als abzustürzen.
Genau dazu habe ich mich entschlossen. Mein Arbeitsvertrag läuft noch bis Oktober und doch bin ich am schauen was alternativen angeht.
Habe hier sehr viel Herzblut investiert und müsste auf Grund meiner Erfahrungen wissen wie es läuft. Stelle jedoch immer wieder fest das mein Leben nicht immer "Rund" läuft.
Na ich gehe jetzt mal arbeiten.

MaJa
15.06.2007, 08:51
Moin moin Benjamin,

eine wunderbare Vorraussetzung, nicht ballern zu gehen.
Du hast doch einen Partner, ruf den an, bevor Du was nimmst, oder schreib Dir den Frust hier von der Seele.

Ansonsten habe ich immer für mich im Auge: Wenn ich was nehme, werde ich aller Vorraussicht nach sehr schnell dahinsiechen und sterben.

Herzlich
MaJa

Averell
15.06.2007, 10:38
Es ist gar nicht verkehrt, sich hier verschiedene Reaktionen "abzuholen". Helles Bezeichnung "Psycho-Kacke" hat mich schon sehr an altbekannte Synanonspiele erinnert:lol:
Aber generell ist auch klar, was er meint. Muss ja nicht alles auf jeden zutreffen, was hier geschrieben wird.
Ich finde es gut, Benjamin, dass du gegensteuerst. Man merkt, dass du zumindest nicht gedankenlos in eine neue Suchtphase reinrennst. Das ist besser als nichts. Ich hoffe, du triffst die richtigen ENtscheidungen und diese auch rechtzeitig.

helle
15.06.2007, 12:06
hallo benjamin,

wir können uns gerne über deine probleme unterhalten. du kannst dir sicher sein, dass ich dich moralisch in deinem bemühen, nüchtern zu bleiben, unterstütze, soweit es in mir möglich ist. ich mache das aber auf meine weise. wenn dir das nicht gefällt, kannst du meine beiträge ja ignorieren, wenn du glaubst, dass du dir das leisten kannst. ist wirklich kein problem für mich. das wirft mich nicht aus der bahn.;-) no hard feelings, okay?

Benjamin
18.06.2007, 17:34
hallo benjamin,

wir können uns gerne über deine probleme unterhalten. du kannst dir sicher sein, dass ich dich moralisch in deinem bemühen, nüchtern zu bleiben, unterstütze, soweit es in mir möglich ist. ich mache das aber auf meine weise. wenn dir das nicht gefällt, kannst du meine beiträge ja ignorieren, wenn du glaubst, dass du dir das leisten kannst. ist wirklich kein problem für mich. das wirft mich nicht aus der bahn.;-) no hard feelings, okay?
Na klar, ich bin hin und wieder auch mal so sensibel wie Schmirgelpapier, dabei meine ich es ja auch nicht Böse.

Für mich stelle ich auch immer wieder fest das meine Ängste größer werden wenn ich wieder mal zuviel an vergangenes oder an zukünftiges denke. Dann fehlt es mir ab und an mich schnell im hier und jetzt wieder zu finden.
Gut das mein Partner dann daran denkt und mich, wie jetzt z.b. mit einem guten Buch unterstützt.

Ansonsten habe ich immer für mich im Auge: Wenn ich was nehme, werde ich aller Vorraussicht nach sehr schnell dahinsiechen und sterben.Mir kommen auch so Gedanken das ich nicht mehr die Kraft habe auf zu stehen sollte ich nochmals ganz unten landen.
Ich sehe ja auch das ich von mal zu mal Fortschritte mache. Mittlerweile bin ich sogar in Privatinsolvenz. Ihr könnt mir glauben das hohe Schulden auf dauer sehr belastend sind. (Wem erzähle ich das) Da bin ich schon des öfteren gescheitert. Nun sehe ich tatsächlich "Land". Fast schien es mir schon aussichtslos da wieder raus zu kommen.
Momentan überwiegt bei mir doch das positive Denken und das ist gut.

helle
19.06.2007, 12:05
hallo benjamin,

es ist für mich immer schwierig, auf beiträge, wie sie z. b. von dir und clara kommen, zu antworten. ich kenne euch nicht und will da keine fehler machen. auf der anderen seite erkenne ich in euch und den anderen, die in der vergangenheit mit derlei problemen hier gepostet haben, oft mich selbst wieder. das macht es dann wieder leichter, zu antworten. ich finde, dass deine situation bei weitem nicht so schlecht ist, wie es bei dir klingt. immerhin bist du seit 18 monaten clean und hast unterstützung durch deinen partner. deine schulden werden geregelt. keine schlechte voraussetzung. nichts kann dich daran hindern, damit weiter zu machen, ausser du selbst. so, wie es klingt, hast du doch die grundlegende entscheidung getroffen. du willst nüchtern bleiben. natürlich soll man wachsam sein, aber es gibt keinen realen grund, das thema angst so exzessiv zu pflegen, wie du es tust. es gibt kein na-meeting in der nähe? was soll's? dann geht man eben zu den guttemplern oder was auch immer erreichbar ist. und wenn da gar nichts ist, dann bleibt man eben mal eine zeit lang ohne meeting nüchtern. da muss man sich selbst auch mal in den eigenen arsch treten. lass dich nicht so hängen! du klingst wie jemand, der zu viel zeit zum nachdenken hat und das weidlich ausnutzt. gibt es bei euch sowas wie einen nachbarschafts-verein? geh hin und kümmere dich um andere. das lenkt dich ab und, in deinem fall vielleicht noch wichtiger, führt dir vor augen, dass es leute gibt, die noch ganz andere probleme haben. was auch immer, mach was. ist nur ein kleiner tip. ;-)

Benjamin
20.06.2007, 01:15
gibt es bei euch sowas wie einen nachbarschafts-verein? ;-)
Mit Schützenvereine kann ich dich hier tot werfen, doch ansonsten ist die NA in Dortmund das nahste
Natürlich denke ich hin und wieder daran das es viele Menschen gibt denen es wesentlich schlechter geht als mir, wie gut die Möglichkeiten heute für Süchtige sind etwas gegen seine Sucht zu tun und wie viel Unterstützung wir Süchtigen bekommen könnten wenn wir es nur wollen.

Ich glaube das mein Selbstwertgefühl in den letzten Wochen arg gelitten hat ob der vielen Enttäuschungen die ich erfahren musste.
Ja, ich habe fest geglaubt das ich hier an etwas "großes" mitwirken hätte können.
O.k. hier sollte nicht etwas enstehen wie z.b. der Hof Fleckenbühl oder gar Sxynanon. Doch die Möglichkeiten hier ein kleines "Netzwerk" der Prävention, besonders für die Jugend, auf zu bauen hat mich träumen lassen das meine Träume sich erfüllen.
Ich habe mein möglichstes gegeben und bin nun ziemlich aus gepauert. Darum gilt es jetzt für mich besonders an mich selbst zu denken und mir neue Kraft zu holen.

So, bin müde und werde mir noch den Monk geben...... :)

helle
20.06.2007, 13:13
...Ich glaube das mein Selbstwertgefühl in den letzten Wochen arg gelitten hat ob der vielen Enttäuschungen die ich erfahren musste...
hallo benjamin,
mit "enttäuschungen" beziehst du dich auf deine ehemaligen mitstreiter, die jetzt wieder drogen nehmen, nicht wahr? was hat das denn mit deinem selbstwertgefühl zu tun, ausser, dass es zunehmen sollte anstatt abzunehmen? immerhin bist du doch derjenige, der nüchtern geblieben ist, oder? ich an deiner stelle würde mir denken "sollen sie sich den löffel ordentlich voll machen, diese verräter! hoffentlich ist der stoff scheisse!"


...Ja, ich habe fest geglaubt das ich hier an etwas "großes" mitwirken hätte können.
O.k. hier sollte nicht etwas enstehen wie z.b. der Hof Fleckenbühl oder gar Sxynanon. Doch die Möglichkeiten hier ein kleines "Netzwerk" der Prävention, besonders für die Jugend, auf zu bauen hat mich träumen lassen das meine Träume sich erfüllen...
warum eigentlich nichts grosses? synanon hat auch mal klein angefangen. die waren auch nur zu fünft.


...Ich habe mein möglichstes gegeben und bin nun ziemlich aus gepauert. Darum gilt es jetzt für mich besonders an mich selbst zu denken und mir neue Kraft zu holen...
bist du dir sicher, dass du alles gegeben hast? wenn nicht, wirst du das noch eine ganze weile in deinem hinterkopf mit dir herum tragen. ich frage das deshalb, weil ich das von mir kenne. ich bin gerade in letzter zeit beim hausbau einige male in der situation gewesen, wo ich dachte, jetzt kann ich nicht mehr. da gab's dauernd irgendwas, was wir nicht voraus gesehen hatten. dann musste meine frau auch noch für zwei monate ins krankenhaus, mitten in der heissen phase. der punkt ist, ich konnte und musste weiter machen. es gab gar keine alternative, egal wie müde und ausgepowert ich war. also nur mal so ins blaue gefragt: könnte es sein, dass deine enttäuschung mehr mit dir als mit den anderen zu tun hat?